Manchmal muss man sich (gut in der letzten Zeit imemr mehr) fragen, was manche Abgeordneten so bewegt. Hier mal ein Fall, in dem ich persönlich den 2. Teil der 1. Frage ziemlich daneben finde.
Warum daneben? Man hat doch zum Beispiel (gut nicht in Deutschland) in New Orleans gesehen, dass auch in einem “entwickeltem” Land, eine Katastrophe passieren kann.
Und dass dafür Lebensmittel bevorratet werden ist doch gar nicht so schlecht.
Es gibt ja auch die Staatlichen Ölreserven, die Staatlichen Goldreserven.. die kosten ja auch im Unterhalt, halten aber auch in Katastrophenfällen den Staat “am Leben”.
61. Abgeordneter Dirk Niebel (FDP)
In welchem Umfang unterhält die Bundesregierung noch immer eine nationale Erbsenreserve, und wie begründet sie das?
62. Abgeordneter Dirk Niebel (FDP)
Wie hoch sind die jährlichen Kosten?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Gerald Thalheim vom 21. April 2005
Getrocknete Erbsen werden neben Linsen, Reis, Kondensmilch und Vollmilchpulver im Rahmen der Zivilen Notfallreserve staatlicherseits gelagert. Zurzeit werden 25 523 t Erbsen bevorratet.
Die Vorratshaltung ist Ausfluss der staatlichen Daseinsvorsorge. Die jederzeit verfügbaren staatlichen Vorräte sollen es ermöglichen, in Krisensituationen schnell auf Versorgungsengpässe insbesondere in den Ballungsgebieten reagieren und den Zeitraum bis zum Wiedereinsetzen einer geregelten Versorgung überbrücken zu können. Störungen der Nahrungsmittelversorgung können durch großflächige Schadensereignisse (z. B. länger dauernde Stromausfälle, Naturkatastrophen, Störfälle in Kraftwerken) verursacht werden. Dies hat gerade die länderübergreifende Krisenmanagementübung LÜKEX 2004 im Dezember letzten Jahres bestätigt.
Die Kosten für die Lagerung der Erbsen (Lagergeld) betragen derzeit jährlich 0,50 Mio. Euro. Darin nicht enthalten sind die jährlich in Abhängigkeitdes Erbsenzu- und -verkaufs stärker schwankenden Ausund Einlagerungskosten.
( Bundesdrucksache)
Dass die Erbsen natürlich auch an der jetzigen Politischen Situation, gerade durch solche Fragen schuld sind, ist ja klar. Jetzt müssen die Politiker, und die die es werden wollen, erstmal mit dem Erbsenzählen anfangen.
Ich schlage vor, man sollte die Erbsen einfach nehmen, in das Kanzleramt, den Bundestag, den Bundesrat legen, und mal auf Regen warten…