Krankenkassen

Selbst die Chilenen haben es schon kapiert, dass es so nicht weitergehen kann.

Krankenkasse Kreuz Chile

(aufgenommen von Markus in Chile, Zentralfriedhof in Punta Arenas)
Wann kapieren es Ulla Schmidt und Ihre Kollegen den auch endlich.

2 Responses to “Krankenkassen”

  1. gegen Kassen says:

    Nicht nur bei uns, sondern auch bei den Ösis…

    Eine Schweinerei im medizinischen Bereich, die nicht mehr zu topen ist!

    Wien (OTS) - Hinsichtlich diverser Einsparungsmöglichkeiten und
    dem Bestreben diese restriktiv um zu setzten, gibt es scheinbar
    diverse Ausschüsse und Kommissionen, die sich zum Großteil aus
    Steuergeldern finanziert, Gedanken darüber machen, wie man auf Grund
    von Streichungen diverser Produkte, welche auf Rezept verordnet
    werden, Gelder einsparen kann.

    Der Obmann der Blinden- und Sehbehindertenorganisation “Engel auf
    Pfoten”, hat durch seine Vollblindheit und einer akuten
    Mittelohrentzündung, welche große Schmerzen bereitet und ihm die
    akustische Wahnnehmung auf dem linken Ohr nicht möglich macht, seit
    einigen Tagen ein Problem der besonderen Art.

    Nichts zu sehen und nichts zu hören! Man versuche sich mal
    vorzustellen! In diesem Zustand versuchte Herr Roland Erich Komuzcky
    heute Nachmittag, bei einer Vertretung seines praktischen Arztes,
    welche sich zur Zeit auf Urlaub befindet, die Verordnung der
    notwendigen Antibiotika, und zeitgleich das Organisieren seiner
    sonstigen Medikamente welche er benötigt, zu erlangen.
    Beim Arzt war das erste Argument, er werde ihn zum einem HNO
    Spezialisten überweisen, da sich dieser diesen Umstand ansehen und
    darüber befinden solle. In Folge wies Roland Erich K. darauf hin,
    dass er voll blind sei, was ohnehin der E-Card zu entnehmen sei und
    es für ihn ein Problem der besonderen Art darstellen würde, in diesem
    Zustand und ohne Begleitung auf sein eigenes Risiko quer durch Wien
    zu fahren. Erst nach zweimaligem lauter werdendem Urgieren, fragte
    der Arzt ob er eine Penizillinallergie habe, und erst dann wurde die
    akute Mittelohrentzündung seinerseits in Angriff genommen.

    Parallel dazu, wurde die anwesende Ordinationsgehilfin von Herrn
    Roland Erich K. gebeten, dass erforderliche Medikament, wofür der
    Antrag per Fax an die Kasse gerichtet werden muss, mit dem Hinweis,
    dass es einen Sonderakt für diese Medikamente gäbe und diese daher
    genehmigt werden müssen, bei der Kasse anzufordern.
    Dieses Medikament, welche die Durchblutungsförderung der Gehirnrinde
    zur Aufgabe hat, ist zwingend erforderlich, da eine Person wie der
    Obmann, auch aufgrund von Diabetes Mellitus Typ 1, doppelt begnadet
    ist.

    Aufgrund seiner mittlerweile 33 Jahre andauernden Diabetes und
    seiner seit über 12 Jahren aufgrund von schwerster Hypoglychemien,
    immer wieder auftretenden Zustände der Bewusstlosigkeit war bis vor
    einigen Jahren, bis ihm dieses Medikament genehmigt wurde, im Schnitt
    einmal pro Woche ein Notarztwagen von Nöten, der ihn mit einer
    Glukoselösung intravenös wieder auf die Beine stellte.
    Durch diese schweren, im Volksmund Unterzuckerung (Hypo) genannten,
    ist es dem Obmann heute nicht mehr möglich, ohne diesem Medikament,
    ein einigermaßen geordnetes Leben, hinsichtlich der
    Leistungsfähigkeit seines Gehirnes zu ermöglichen.

    Dieses Medikament wird von seinem praktischen Arzt alle 5 - 6
    Wochen doppelt beantragt und doppelt von der Kasse genehmigt. Der
    Obmann bat die Ordinationshilfe auch in diesem Fall das Medikament
    doppelt zu beantragen, welche dieses aber ignorierte und nur einmal
    beantragte und dafür eine 3/4 Stunde später auch die Genehmigung
    erhielt.

    Da es für den Blinden zur Zeit, auch durch die akustische
    Beeinträchtigung, ein Problem der besonderen Art darstellt, mehrmals
    zum Arzt zu gehen (aus Langeweile), hat er das Angebot der
    Ordinationshilfe, nach 3 Tagen wieder zu kommen und noch einmal
    dieses Zeremoniell durch zu spielen, abgelehnt.

    Es wurde ein neuerlicher Versuch gestartet, es noch einmal mit der
    Bitte um Genehmigung zur Kasse zu schicken, und nach einer halben
    Stunden Wartezeit, kam eine Ablehnung. Der Obmann erbat sich
    schriftlich den Namen des Arztes. Von Dr. Barbara Steyrleithner wurde
    dieses zweite Ansuchen abgelehnt, was dem auch vom Bluthochdruck
    gezeichneten Obmann besonders in Aufruhr brachte. Wieder einmal
    nehmen wir diesen Vorfall zum Anlass, um gnadenlos auf zu decken, in
    welche Richtung Mittel durch unseren aufgeblähten Verwaltungsapparat
    verloren gehen. Dutzende Male gab es schon ähnlich geartete Umstände,
    wodurch es dem Obmann Roland Erich Komuzcky durch sein Mitwirken bei
    der Patienteninitiative “Ping”, in Kooperation und Zusammenarbeit mit
    der Ombudsstelle der WGKK (Frau Jung) möglich war, eine Verbesserung
    solcher ähnlich gearteten Umstände zu forcieren. Patienten im
    jetzigen Zustand des Obmanns, haben jedoch gegen 16 Uhr nicht mehr
    die Möglichkeit, durch telefonische Intervention in solchen Fällen
    eine Lösung herbei zu führen.

    Schade um dieses viele kostbare Geld, welches hier vergeudet wird,
    wodurch man vielen anderen Menschen, die Erkrankung haben, sinnvoll
    helfen könnte.

    Zum Abschluss ein kleines Beispiel: diese Medikament, um das es in
    diesem Fall geht, würde pro Packung 23 Euro kosten, ein
    Notarzteinsatz verschlingt etwa 400 Euro pro Woche. Wenn man diesen
    Betrag von 400 Euro mit vier multipliziert, ist es nicht
    nachvollziehbar, warum Kosten von 1600 Euro, in Vergleich zu Kosten
    von 46 Euro für die notwendigen Medikamente, von der zuständigen
    Chefärztin, die diese Ablehnung geschrieben hat, vorgezogen werden.
    Das menschliche Übel dabei, und die Umstände einer erlebten
    Bewusstlosigkeit ist zuzüglich noch schlimmer.

    http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20070402_OTS0202&ch=politik

  2. maschke says:

    Warum sollte es den Ösis besser gehen als uns - ich könnte mir ‘nen Ast ablachen über diesen Artikel. Andererseits, wie kommt ein Arzt dazu einen Patienten leiden zu lassen? Noch dazu wo er schon behindert ist! Der Ärztin sollte man die Lizenz entziehen und das Studium aberkennen! Wahrscheinlich eine von der frustrierten Sorte, die Patienten gerne quält!